Kosten        

        

Die Kosten für die Vertretung durch einen Anwalt ergeben sich aus dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Für die Vertretung im Zivilrecht, Arbeitsrecht und Verwaltungsrecht orientieren sie sich am Streitwert. Eine Streitwerttabelle finden Sie bei Juris. Für ein Gerichtsverfahren in diesen Rechtsgebieten fallen je nach Verfahrensverlauf in der Regel 2,5 bis 3,5 Anwaltsgebühren an.

Für Straf- und Bußgeldverfahren sowie im Sozialrecht schreibt das RVG für jede Tätigkeit des Anwalts Betragsrahmen vor.

Von Ausnahmen abgesehen werden die Kosten eines Rechtsstreits immer nach dem Verhältnis des Obsiegens zum Unterliegen aufgeteilt: Jede Partei trägt den Anteil der Kosten, mit dem sie in der Hauptsache verloren hat.

Rechtsschutzversicherungen decken diese Kosten, wenn ein Rechtsschutz-Fall vorliegt, wenn also bereits ein Schaden entstanden ist. Uns ist nur ein Ver- sicherer bekannt, der gegen entsprechende Prämien auch vorbeugende Tätig-keiten eines Anwalts bezahlt.

Mittellose Personen können statt dessen beim Gericht Prozesskostenhilfe bean- tragen, wenn die Sache Aussicht auf Erfolg hat. Die Prozesskostenhilfe deckt aber nur die Kosten des eigenen Anwalts. Wer einen Prozess verliert, muss den Gegenanwalt also trotzdem selbst bezahlen. In Straf- und Bußgeldsachen gibt es keine Prozesskostenhilfe.